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Aus- und Fortbildung
Die GrAT ist seit über 10 Jahren in praktischer und theoretischer Aus- und Fortbildung tätig.
Neben Workshops und Seminaren, die im S-House in Böheimkirchen abgehalten werden, wird eine
Lehrveranstaltung an der TU Wien mit Schwerpunkt auf Nachhaltiges Bauen angeboten.
Durch laufende Projekte wie RENEW BUILDING und ZERO CARBON RESORTS werden unterschiedlichste
Zielgruppen mit aktuellen Forschungsergebnissen und umfangreichen Wissenspaketen
rund um das Thema "Nachhaltigkeit" versorgt.
Vergangenen Ausbildungsinitiativen der GrAT:
Workshops "Modernes Bauen und Renovieren mit Stroh"
Der Workshop wurde für HäuslbauerInnen, Architekten, Planer, Ingenieure, Bauschaffende und
Interessierte konzipiert. Die GrAT errichtete in Böheimkirchen das S-HOUSE - ein Faktor-10
Gebäude in Strohballenbauweise. Im Zuge des Workshops wurde die danebenliegende Scheune mit
Stroh ausgedämmt. Dadurch konnten die Teilnehmer praktische Erfahrungen und neues Wissen zu
den Themen Strohballenbau, Selbstbautechnologien mit Strohballen und Passivhaustechnologie erwerben.
Workshop "Energy self-sufficient supply systems based on thermal concentrated solar power"
Das Ziel dieses Workshops im S-HOUSE war es, in einer Expertenrunde radikal neue Strategien
für die Energieversorgung von Gebäuden zu entwerfen. Als Gastredner konnte Marcin Jakubowski,
Ph.D. aus Missouri, USA gewonnen werden, weltweiter Pionier der neuen Bewegung "Open Source
Ecology", die geteiltes Wissen und Vernetzung für die Entstehung von autarken Global Villages
einsetzt. Auf der "Factor E Farm" in Missouri wird seine Vision in die Praxis umgesetzt - vom
Open-Source-Traktor bis hin zu Solartechnologien.
Nach Vorträgen von Mr. Jakubowski und Dr. Robert Wimmer erarbeiteten die Teilnehmer und
Teilnehmerinnen in Form eines "World Cafés" 1 ½ Stunden lang in Kleingruppen Ideen (wobei an
fünf Tischen jeweils ein "Gastgeber" saß und die übrigen Teilnehmer nach dem Rotationsprinzip
wechselten, um möglichst viel Austausch zu ermöglichen). Die Ergebnisse der gemeinsamen Ideenfindung
wurden abschließend im Plenum vorgebracht und diskutiert.
Das S-HOUSE hat sich durch die passenden Räumlichkeiten und als Beispiel nachhaltiger Architektur
als geeigneter Rahmen für Workshops dieser Art erwiesen.
Workshop "Sustainable Building and Passive Cooling"
Von den Philippinen, aus Japan und Indien kamen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses
Workshops, unter denen u.a. Energieberater, Facility-Manager, Firmenvertreter waren.
Themen waren einerseits "Sustainable Building", andererseits "Passive Cooling", das Konzept des
S-HOUSE stellte den Ausgangspunkt der Diskussionen dar. Die Besucher(innen) waren sehr
interessiert an der Gebäudetechnik und dem Gebäudedesign; die Idee, das S-HOUSE auf den
Philippinen nachzubauen, führte zur Frage, wie das Konzept an die lokalen klimatischen und
baubiologischen Bedingungen angepasst werden kann (tropisches Klima, Termitenproblematik).
Besonderer Schwerpunkt waren in diesem Zusammenhang die Kühlmöglichkeiten durch
Gebäudetechnik und -ausführung. Die Forschungsergebnisse zu nachhaltigem Bauen haben daher
für die vertretenen Länder hohe Relevanz und sollten dort weiter verbreitet werden; diese
Veranstaltung im Demonstrationsgebäude S-HOUSE war ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Lehrveranstaltung "Nachhaltiges Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen"
Die Vermittlung der Grundlagen über den Umgang mit nachwachsenden Rohstoffen im Bauwesen
war eines der Hauptziele der Lehrveranstaltung. Die StudentInnen sollten die Rohstoff- und
Anwendungsvielfalt kennen und Baulösungen entsprechend den Kriterien der Angepassten
Technologie verstehen lernen. Neben technischen Grundlagen von Materialien und Konstruktionen
sollten auch deren ökologische Performance (ökologische Bewertung) vermittelt werden. Die
Darstellung aktueller Forschungsprogramme und daraus resultierende richtungsweisende
Projektergebnisse sollten den StudentInnen einen Überblick über nationale und internationale
Entwicklungen geben.
Das Potential von nachwachsenden Rohstoffen im Bauwesen für heutige Anwendungen wurde anhand
ausgewählter Beispiele und aktuellster Entwicklungsergebnisse im Bereich nachhaltig Bauen mit
Nachwachsenden Rohstoffen dargestellt. Der Einsatz von nachwachsenden Baustoffen wie Holz, Stroh,
Hanf, Flachs und Schilf wurde beispielhaft demonstriert und anhand durchgeführter Tests und
Überprüfungen deren Funktionalität vermittelt. Verschiedene Aufbauten und Konstruktionsvarianten
insbesondere im Strohbau wurden besprochen und auf die ökologische Bewertung von Baustoffen aus
nachwachsenden Rohstoffen eingegangen. Am Beispiel des Strohbaus wurden Entwicklungsschritte
dargestellt, Qualitätsparameter, Messmethoden und Ergebnisse präsentiert, Demonstrationsgebäude
vorgestellt sowie Langzeiterfahrungen behandelt.
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